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Die neue europ�ische Bauproduktenverordnung

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Presseinformation

Jahrestagung 2012: Deutsche Bauchemie eine feste Größe in d. europäischen Bauwirtschaft

Mitgliederzahl gesteigert, Jahresbericht mit Rekordumfang, neue Publikationen, erfolgreicher Start der Baudichtstoffe und die weitere Etablierung des Verbandes in nationalen und internationalen Gremien der Bauwirtschaft - so lauteten die prägenden Botschaften der 64. Jahrestagung der Deutschen Bauchemie in Fulda Mitte Juni.

Vorstandsvorsitzender Johann Köster und Hauptgeschäftsführer Norbert Schröter konnten rund 120 Teilnehmer in der Bischofsstadt begrüßen. In seiner Jahresbilanz zeigte sich Köster besonders erfreut über den Mitgliederzuwachs des Verbandes. Mit Heveasol Bautenschutz Aldinger (Dahlen), ipox Chemicals (Laupheim), Liesen-alles für den Bau (Lingen), Lonza Cologne (Köln), Mapei (Erlenbach), PCT Performance Chemicals (Hemmingen), Remei Blomberg (Blomberg) und BYK-Chemie (Wesel) traten seit 2011 acht Unternehmen der Deutschen Bauchemie bei. Köster: "Wir legen nicht nur bei den Mitgliederzahlen zu, sondern werden auch an politischer Stelle hierzulande und auf europäischer Ebene immer stärker in Entscheidungsprozesse eingebunden." Der Vorstandsvorsitzende berichtete von aktuellen Treffen mit führenden Regierungs- und Oppositionspolitikern in Berlin: "Wir haben auf unseren Kampf mit der Bürokratie hingewiesen, auf die auch europäisch bedingte Überregulierung und die Folgen daraus für unsere Branche. Die teilweise Unentschlossenheit der Politik hemmt hier notwendiges Marktwachstum."

Mit der druckfrischen Informationsschrift zur Umsetzung der neuen Bauproduktenverordnung (BauPVO) stellte Hauptgeschäftsführer Norbert Schröter im Anschluss eine vom Team der Verbandsgeschäftsstelle erarbeitete 28seitige Umsetzungshilfe für die Mitgliedsunternehmen vor. Hier werden alle wichtigen Änderungen gegenüber der bisherigen Bauproduktenrichtlinie beschrieben, insbesondere zu den Themen Grundanforderungen an Bauwerke, Leistungserklärung und CE-Kennzeichnung. Die Autoren erläutern die daraus resultierenden Pflichten der Hersteller und die Abgrenzung zu Importeuren und Händlern. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die neuen Bewertungs- und Prüfmechanismen in der BauPVO. Im sogenannten "vereinfachten Verfahren" kann die bisherige Typprüfung (Erstprüfung) durch eine "angemessene technische Dokumentation" ersetzt werden. Die Infoschrift beschreibt diese Fälle. Ziel ist es, Aufwand und Kosten kleiner und mittlerer Unternehmen zu senken. Die Deutsche Bauchemie gibt ihren Mitgliedsunternehmen abschließend fünf konkrete Handlungsempfehlungen zur optimalen Vorbereitung auf die BauPVO, die am 1. Juli 2013 verbindlich wird:

  • Leistungserklärungen erstellen,
  • CE-Kennzeichnung ändern,
  • Kontakt zu den eingeschalteten notifizierten Stellen aufnehmen
  • Zehn Jahre Aufbewahrungsfrist der Leistungserklärungen sicherstellen und die Rückverfolgbarkeit von Produkten gewährleisten.

Die neue Infoschrift zur BauPVO kann unter www.deutsche-bauchemie.de bestellt bzw. heruntergeladen werden.

Für den aus dem Vorstand der Deutschen Bauchemie ausgeschiedenen Steffen Rüdiger (Henkel) wurde Diethardt Lang (Henkel) in das Gremium gewählt. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind: Vorsitzender Johann Köster (Köster Bauchemie), Dr. Dietmar Chmielewski (Caparol), Jan-Karsten Meier (StoCretec), Dr.-Ing. Peter Schneider (Wacker Chemie), Dr. Josef Weichmann (PCI), Dr. Erhard Jacobi (CTP), Dr.-Ing. Claus-Michael Müller (MC Bauchemie), Dr. Rüdiger Oberste-Padtberg (Ardex), Dirk Sieverding (Remmers Baustofftechnik) und Joachim Straub (Sika Deutschland).

Den Vortragsteil der Jahrestagung eröffnete Dipl.-Ing. Gerhard Breitschaft, Präsident des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt), Berlin. Er gab einen Einblick in Strukturen und Aufgaben seines Instituts, erläuterte die Prozesse der bauaufsichtlichen Einführung, das Zulassungsverfahren für Bauprodukte und die Marktüberwachung des DIBt. "Rechtlicher Rahmen wird ab 2013 die Bauproduktenverordnung sein", so Breitschaft, "nationale Gesetze sind dieser europäischen Vorgabe anzupassen. Europäische Verfahren wie die Notifizierung von Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstellen sowie die Erstellung von Europäisch Technische Zulassungen werden neu gestaltet."

Prof. Dr. Leo Gros von der Hochschule Fresenius (Idstein) schilderte anschließend die aktuelle Entwicklung im "Bologna-Prozess" und die Konsequenzen dieser internationalen Studienreform für die Chemie: "Die Vielfalt an Studiengangsprofilen ist hoch, das bedeutet Chance oder Risiko für Studierende und Firmen." Gros beklagte das teilweise Fehlen von Praxissemestern und praxisfern verkürzte Abschlussarbeiten: "Da die Studierenden vielfach hören, der Bachelor sei weniger angesehen, machen bis zu zwei Drittel den Master obendrauf!"

Gespickt mit Begriffen und Symbolen aus dem Fußball ("Wichtig ist auf dem Platz") gab es für die Teilnehmer abschließend noch ein schwungvoll vorgetragenes Motivations-Trainingspaket des Wirtschaftspsychologen Rolf Schmiel (Essen).

Die nächste Jahrestagung der Deutschen Bauchemie findet am 13. und 14. Juni 2013 in Mainz statt.

 

Die Deutsche Bauchemie repräsentiert als Industrieverband die gesamte bauchemische Branche in Deutschland. Das Spektrum der 115 Mitgliedsunternehmen reicht vom kleinen und mittelständischen Spezialbetrieb bis zum weltweit operierenden Konzern. Mit rund 7,6 Milliarden Euro Jahresumsatz erwirtschaften diese Unternehmen die Hälfte des europäischen Marktvolumens und etwa ein Viertel des Weltmarktes. Unter dem Dach des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) vertritt die Deutsche Bauchemie die Interessen ihrer Mitgliedsunternehmen gegenüber der Fachöffentlichkeit, der Politik, nationalen und internationalen Behörden und Institutionen.

Ansprechpartner

Dipl.-Ing.
Norbert Schröter
Hauptgeschäftsführung

Tel.: 069 / 25 56 - 1390
Fax: 069 / 25 56 - 1319

E-Mail: norbert.schroeternoSpam@vci.de