Deutsche Bauchemie hat einen neuen Vorstands­vorsitzenden

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Im Rahmen der Jahrestagung 2020 in Berchtesgaden wählte der Vorstand Dr. Christoph Hahner zum neuen Vorstandsvorsitzenden. Der Geschäftsführer F&E und Innovationsmanagement der DAW SE ist damit Nachfolger von Johann J. Köster (Köster Bauchemie AG), der nach 9-jähriger Amtszeit nicht wieder kandidierte.

Dr. Hahner übernimmt die Position an der Verbandsspitze nun bis zur nächsten Mitgliederversammlung, die für den 18. Juni 2021 in Berlin geplant ist. Dort findet turnusgemäß die Neuwahl des kompletten Vorstands und des Vorsitzenden statt. Anstelle von Johann J. Köster als Vorstandsmitglied wurde dessen Bruder Dr. Dieter Köster, Vorstand der Köster Bauchemie AG, in Berchtesgaden neu in das Gremium gewählt.

Für die Entscheidung, die von Juni auf Oktober 2020 verschobene Jahrestagung als Präsenzveranstaltung stattfinden zu lassen, erhielten Vorstand und Geschäftsführung der Deutschen Bauchemie viel Lob von den Mitgliedern. Die Corona-Kriterien wurden allerorts akzeptiert, insbesondere die Tatsache, dass nur eine eingeschränkte Teilnehmerzahl zugelassen war.

Die Veranstaltung war neben den fachlichen Inhalten und Regularien geprägt durch die Verabschiedung von Johann J. Köster, der 15 Jahre Vorstandsmitglied war und seit 2011 den Industrieverband als Vorsitzender geführt hat. Hauptgeschäftsführer Norbert Schröder würdigte Leistungen und Engagement Kösters in der Verbandsarbeit: „Entschlossenheit in der Sache, Menschlichkeit im Umgang und ein präzises Gespür für die Belange aller Mitgliedsunternehmen zeichneten ihn als Verbandschef aus.“ Johann J. Köster wurde anschließend zum Ehrenvorsitzenden der Deutschen Bauchemie ernannt.

Eine weitere Auszeichnung vergab der Verband an Hauptgeschäftsführer Norbert Schröter für seine 30-jährige erfolgreiche Management-Tätigkeit – er wurde zum Ehrenmitglied der Deutschen Bauchemie ernannt.

Das Vortragsprogramm der Jahrestagung am 1. Oktober 2020 eröffnete Dr.Rainer Mikulits, Geschäftsführer des Österreichischen Instituts für Bautechnik, mit der aktuellen Entwicklung der Bauproduktenverordnung (CPR). Ob die überarbeitete Fassung 2022 in Kraft treten kann, hält er prinzipiell für möglich. Bis dahin seien aber noch viele Punkte offen. Zentrale Aufgabe sei die Reparatur der harmonisierten EU-Normen samt Anpassung der CPR, unter anderem im Hinblick auf das in den Normen fehlende wesentliche Merkmal „Nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen“ oder das ebenfalls nicht berücksichtigte Thema der Gefahrstoffe. Im Prozess der Überarbeitung sollen auch Doppelgleisigkeiten zwischen Leistungserklärung und CE-Kennzeichnung beseitigt werden.

Prof. Dr. Klemens Skibicki, Dt. Institut für Kommunikation und Recht im Internet an der Cologne Business School, nahm das Auditorium mit auf den Weg vom Industriezeitalter zu den Regeln des digital vernetzten Zeitalters. Der Strukturwandel-Forscher erläuterte eindrucksvoll Technik, Tempo und Rahmenbedingungen der längst begonnenen digitalen Epoche, in der es „keine begrenzten Welten mehr gibt.“

Zum Abschluss lieferte Prof. Dr. Johann Plank (TU München) einen Überblick über die schwierigen politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse der Staaten im Nahen Osten. Er stellte historische Bezüge her – viele chemische Begriffe kommen aus dem Arabischen – und schilderte eindringlich die komplexen Erfahrungen seiner Dienst- und Privatreisen in diese Region mit ihren unüberbrückbar scheinenden ideologischen und religiösen Konflikten.

Die nächste Jahrestagung der Deutschen Bauchemie findet am 17. und 18. Juni 2021 in Berlin statt.

 

 

Foto: Deutsche Bauchemie

Bildtext:
Der Vorstand der Deutschen Bauchemie nach der Mitgliederversammlung im Oktober 2020 in Berchtesgaden (v. r.): Johann J. Köster (Ehrenvorsitzender), Joachim Straub (Sika Deutschland), Andreas Collignon (Wacker Chemie), Alexander Gänsler (StoCretec), Dr. Dieter Köster (Köster Bauchemie), Dr. Clemens von Trott zu Solz (Triflex), Dr. Christoph Hahner (Vorstandsvorsitzender, DAW), Norbert Schröter (Hauptgeschäftsführer), Andreas Wilbrand (Sopro Bauchemie), Prof. Dr. Josef Felixberger (PCI Augsburg), Dr. Hubert Motzet (Ardex), Johann Hafner (Hermann Otto), Dirk Sieverding (Remmers); auf dem Foto fehlt Dr.-Ing Claus-M. Müller (MC Bauchemie).

 

 

Die Deutsche Bauchemie vertritt seit über 70 Jahren die Interessen ihrer Mitgliedsfirmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber der Fachöffentlichkeit, Politik, Behörden, Wissenschaft und Medien. Der Industrieverband gehört als Fachorganisation zum Verband der Chemischen Industrie (VCI). Die mehr als 130 Mitgliedsunternehmen erwirtschafteten 2019 mit rund 32.000 Beschäftigten einen Umsatz von 8,5 Milliarden Euro in Deutschland. Das entspricht der Hälfte des europäischen Marktvolumens und etwa einem Viertel des Weltmarktes.


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